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Vincent Weber · Berlin

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Jeder Prompt hier ist aus einem echten Problem entstanden, nicht aus einer Themenliste. Kostenlos, ohne Anmeldung, vollständig einsehbar — du siehst genau, was du kopierst, bevor du es kopierst.

Tools Kleine Programme, die auf deinem Rechner laufen. Quelloffen, kostenlos.

01 Organisation

Organisation

Der Unterschied zwischen „ich hab da mal was gefragt“ und „das Ding arbeitet für mich“ ist selten das Modell. Es ist der Kontext, den es über dich hat — und was du es danach bauen lässt.

Organisation 01

Kontext-Datei anlegen

Claude · ChatGPT · Gemini

Lässt dich befragen und baut daraus eine Datei, die du in jedem Chat vorlädst.

Klappt das Kopieren nicht: auf „Anzeigen“ tippen, Text lange drücken, dann „Alles auswählen“ und „Kopieren“.

Mehr dazu

Lässt die KI dich befragen — zu Rolle, Arbeitsweise, laufenden Projekten und Vorlieben — und baut daraus eine Datei, die du in jedem weiteren Chat vorlädst. Danach musst du dich nicht mehr in jedem Gespräch neu erklären.

1 Claude, ChatGPT oder Gemini öffnen 2 Prompt einfügen 3 Fragen beantworten — am Ende steht deine Datei

Als Textdatei

Bevor du das ausfüllst. Die Datei enthält am Ende persönliche Angaben über dich. Schalte in den Einstellungen deines KI-Anbieters die Verwendung deiner Chats zum Modelltraining ab, und lass alles weg, was du nicht auch einem neuen Kollegen am zweiten Tag erzählen würdest — Gesundheitsdaten, Finanzdetails, Namen Dritter.

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Ich möchte mit dir eine Kontext-Datei über mich anlegen, die ich künftig an den Anfang jedes Chats stelle oder in einem Projekt hinterlege. Ziel ist, dass du mich nicht jedes Mal neu kennenlernen musst.

Geh dabei so vor:

1. Stell mir Fragen — einzeln, nicht als Liste, und höchstens zwölf insgesamt. Warte meine Antwort ab, bevor du die nächste stellst. Wenn eine Antwort etwas Interessantes aufmacht, hak nach, statt stur die nächste Frage zu stellen.

2. Frag nach: wer ich bin und was ich beruflich mache; woran ich gerade konkret arbeite; was ich in den nächsten Monaten erreichen will; wie ich arbeite und denke; welche Werkzeuge ich benutze; was du über meine Situation wissen musst, um mir gute Antworten zu geben; und wie du mit mir sprechen sollst — Länge, Ton, Sprache, wie direkt du widersprechen darfst.

3. Frag nicht nach Dingen, die du dir aus meinen Antworten selbst erschließen kannst.

4. Wenn ich etwas Vages sage, frag nach einem Beispiel. „Ich arbeite strukturiert“ ist wertlos, „ich plane die Woche sonntags und arbeite in Blöcken von 90 Minuten“ ist brauchbar.

Lizenz CC BY 4.0 · Vincent Weber · vwincenzo.com

Wenn du genug hast, schreib die Datei — als Markdown, in meiner Sprache, nach dieser Struktur:

# Kontext
## Wer ich bin
## Woran ich arbeite
## Ziele
## Arbeits- und Denkweise
## Werkzeuge
## Wie du mit mir sprechen sollst

Regeln für die Datei:
- Schreib konkret. Zahlen, Namen, Daten statt Adjektiven.
- Halte sie unter 400 Wörtern. Eine lange Datei liest sich niemand nach, und sie verwässert deine Antworten.
- Schreib sie so, dass sie in sechs Monaten noch stimmt. Was sich wöchentlich ändert, gehört nicht hinein.
- Nimm nichts auf, was ich dir nicht gesagt habe. Rate nicht.
- Wandle relative Zeitangaben in feste Daten um: nicht „seit letztem Jahr“, sondern „seit 07/2025“.

Zum Schluss: Sag mir in drei Sätzen, was noch fehlt und was ich ergänzen sollte, sobald ich es weiß.

Organisation 02

Termine aus Mails in den Google-Kalender

Claude · ChatGPT · Gemini Google-Konto nötig

Ein Apps-Script, das dein Postfach durchsucht und Termine im richtigen Kalender anlegt.

Klappt das Kopieren nicht: auf „Anzeigen“ tippen, Text lange drücken, dann „Alles auswählen“ und „Kopieren“.

Mehr dazu

Baut dir ein Google-Apps-Script, das dein Postfach durchsucht und Termine im passenden Kalender anlegt — Uni in den einen, Arbeit in den anderen, Arzttermine in den dritten. Danach läuft es von allein. Der Prompt gibt der KI die Anforderungen mit, an denen solche Skripte sonst scheitern: doppelte Einträge, abgeschnittene ICS-Zeilen, ganztägige Termine, die einen Tag zu lang sind.

Das Skript läuft auf Googles Plattform und schreibt deshalb in einen Google-Kalender — in einen iCloud-Kalender kann es nicht schreiben. Wer Apple Kalender oder Outlook benutzt, bindet dort das Google-Konto ein; der Prompt führt durch beides, auch durch das Setzen als Standardkalender. Wer das nicht will, findet direkt darunter den Weg ohne Google.

1 Claude, ChatGPT oder Gemini öffnen 2 Prompt einfügen 3 Fragen beantworten — am Ende steht dein Skript

Als Textdatei

Bevor du das laufen lässt. Das Skript bekommt Lesezugriff auf dein gesamtes Postfach und darf in deinen Kalender schreiben. Das sind mehr Rechte, als du den meisten Apps gibst. Lies den Code, bevor du ihn ausführst, und fang immer mit dem Trockenlauf an — der zeigt dir, was passieren würde, ohne dass etwas passiert.

Deine Kalender-IDs braucht die KI nicht. Lass sie Platzhalter in den Code schreiben und trag die echten Werte erst im Skript-Editor ein. Der Code funktioniert genauso, und deine Kennungen bleiben aus dem Chat heraus.

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Ich will, dass Termine aus meinen E-Mails von selbst im richtigen Google-Kalender landen, statt dass ich sie abtippe. Bau mir dafür ein Google-Apps-Script.

Frag mich zuerst aus — einzeln, nicht als Liste, und warte meine Antwort ab:

1. Welche Kalender ich habe und wofür sie da sind. Sag mir dabei, wo ich die Kalender-ID finde: in Google Kalender links neben dem Kalendernamen auf die drei Punkte, dann „Einstellungen und Freigabe“, und weit unten steht sie.
2. Wonach sortiert werden soll: nach Absenderadresse, nach Wörtern im Betreff, nach der Adresse, an die geschrieben wurde.
3. Bei welchen dieser Regeln auch dann ein Termin entstehen soll, wenn die Mail keinen Kalenderanhang hat und das Datum nur im Fließtext steht.
4. Wie weit zurück gesucht werden soll.
5. In welcher App ich meinen Kalender tatsächlich ansehe: Apple Kalender, Outlook, oder Google Kalender im Browser.

Die fünfte Frage ist wichtiger, als sie klingt. Das Skript läuft auf Googles Plattform und kann ausschließlich in einen Google-Kalender schreiben — in einen iCloud-Kalender kommt es nicht hinein. Wer seine Termine sonst in Apple Kalender oder Outlook liest, sieht die Einträge deshalb erst, wenn dort das Google-Konto eingebunden ist.

Sag mir das offen, statt es vorauszusetzen, und führ mich durch beides:

- wie ich das Google-Konto in meiner Kalender-App hinzufüge und den betreffenden Kalender einblende
- wie ich ihn dort zum Standardkalender mache, damit auch die Termine, die ich selbst von Hand anlege, dort landen und nicht in einem zweiten, den das Skript nie sieht

Der zweite Punkt ist der, den man sonst erst Wochen später merkt: Die Einträge aus dem Skript stehen im einen Kalender, die eigenen im anderen, und man wundert sich, warum nie alles zusammen an einem Ort steht.

Wenn ich gar kein Google-Konto habe, sag mir das gleich am Anfang — dann ist dieser Weg nichts für mich, und ich will es wissen, bevor wir eine Stunde investieren.

Wenn ich eine Regel vage beschreibe, frag nach einer echten Mail aus meinem Postfach als Beispiel. „Alles von der Uni“ ist keine Regel, „Absender endet auf @hochschule.de“ ist eine.

Dann schreib das Skript. Die folgenden Anforderungen sind nicht verhandelbar — jede davon ist ein Fehler, den man sonst macht:

Merk dir, welche Nachrichten du schon verarbeitet hast. Leg die Nachrichten-IDs im PropertiesService ab und überspring bekannte sofort. Ohne das legt jeder Durchlauf dieselben Termine noch einmal an, und bei einem Auslöser alle 15 Minuten ist der Kalender bis zum Abend unbrauchbar. Deckle die Liste auf die letzten paar tausend Einträge, sonst läuft die Eigenschaft irgendwann über.

Bau einen Trockenlauf als eigene Funktion. Die protokolliert nur, was sie tun würde — welche Mail, welche Regel greift, welcher Kalender, welches Datum sie gelesen hat — und legt nichts an. Die läuft als Erstes und so lange, bis das Ergebnis stimmt. Ein Skript, das ungeprüft auf einen echten Kalender losgelassen wird, produziert Einträge, die man einzeln von Hand wieder löscht.

Lizenz CC BY 4.0 · Vincent Weber · vwincenzo.com

Bau eine zweite Funktion, die die gemerkten IDs wieder löscht. Das ist der Notausgang, wenn beim Ausprobieren etwas schiefging.

Teil die Gmail-Suche in mehrere kurze Abfragen auf, statt eine lange zu bauen, und führ die Treffer zusammen — dedupliziert über die Thread-Kennung. Lange Suchanfragen schneidet Gmail ab, und du merkst es nicht: Du bekommst einfach weniger Treffer zurück.

Zwei Wege, in dieser Reihenfolge. Hat die Mail einen Anhang, dessen Name auf .ics endet oder dessen Typ „calendar“ enthält, lies den Termin daraus — das ist immer genauer. Nur wenn kein solcher Anhang da ist, versuch das Datum aus Betreff und Text zu lesen, und das ausschließlich bei den Regeln, bei denen ich es ausdrücklich erlaubt habe. Ohne diese Einschränkung wird jeder Newsletter mit einer Jahreszahl zu einem Kalendereintrag.

Beim Lesen der .ics-Datei entfaltest du zuerst die Zeilen. Das Format bricht lange Zeilen um und setzt sie mit einem führenden Leerzeichen oder Tabulator fort. Wer das nicht rückgängig macht, bekommt abgeschnittene Titel und halbe Beschreibungen.

Ganztägige Termine: Das Enddatum im ICS ist exklusiv, es bezeichnet den Tag danach. Zieh einen Tag ab, sonst ist jeder ganztägige Termin bei mir einen Tag zu lang. Und ein Datum, das auf Z endet, ist UTC und muss umgerechnet werden — der Rest ist Ortszeit.

Fürs Lesen aus dem Fließtext deckst du beide deutschen Schreibweisen ab: 25.06.2026 und „25. Juni 2026“, jeweils mit und ohne Uhrzeit, und die Uhrzeit sowohl als 14:30 als auch als „14 Uhr“. Findest du nur ein Datum und keine Uhrzeit, leg einen ganztägigen Termin an, statt eine Uhrzeit zu erfinden. Findest du gar kein Datum, schreib das ins Protokoll und leg nichts an.

Setz die Zeitzone in der Projektkonfiguration auf meine. Fehlt sie, rechnet das Skript in einer fremden Zone und alle Termine sitzen um Stunden daneben.

Sortier die Regeln so, dass die erste Übereinstimmung gewinnt, und schreib mir dazu, in welcher Reihenfolge sie geprüft werden. Bei überlappenden Regeln entscheidet die Reihenfolge, und das soll ich sehen können, ohne den Code zu lesen.

Protokollier jeden angelegten Termin mit Kalender und Titel, und jeden Fehlschlag mit dem Grund.

Wenn du fertig bist, gib mir:

## Das Skript
## Wie ich es einrichte
Schritt für Schritt: Projekt anlegen, Code einfügen, Zeitzone setzen, Trockenlauf starten, Berechtigungen erteilen, Auslöser einrichten.
## Wie ich die Termine in meiner Kalender-App sehe
Google-Konto einbinden, Kalender einblenden, zum Standardkalender machen — für die App, die ich dir genannt habe.
## Was ich vor dem ersten echten Lauf prüfe
## Woran es scheitern wird

Und zum Schluss: Sag mir in drei Sätzen, welche meiner Regeln du für zu weit gefasst hältst und welche Mails damit versehentlich im Kalender landen könnten.

Organisation 03

Termine aus Mails in den Apple-Kalender

Etwas Technik nötig Claude Code · Codex macOS Beliebiger Mailanbieter

Dasselbe auf deinem Mac — jeder Mailanbieter, jeder Kalender, auch iCloud.

Klappt das Kopieren nicht: auf „Anzeigen“ tippen, Text lange drücken, dann „Alles auswählen“ und „Kopieren“.

Mehr dazu

Dasselbe Ziel wie Organisation 02, anderer Weg: Das Werkzeug läuft auf deinem Mac, holt die Post direkt vom Server und schreibt in jeden Kalender, den dein Rechner kennt — iCloud eingeschlossen. Damit funktioniert es bei jedem Anbieter und unabhängig davon, welches Mailprogramm du benutzt oder ob es gerade läuft.

Der Prompt sagt dir zuerst, ob das für dich überhaupt der richtige Weg ist. Wenn du Gmail liest und Google Kalender führst, ist Organisation 02 die bessere Wahl — das läuft auch, wenn dein Rechner aus ist.

Es läuft nur, während der Mac wach ist. Schläft er zur geplanten Zeit, holt das System den Durchlauf beim Aufwachen nach — die Termine kommen dann später, aber sie kommen. Wer es zu festen Zeiten braucht, muss den Rechner wach halten: Dafür steht Espresso unter den Tools, samt Zuklapp-Modus. Nötig ist das aber selten, und ein Mac, der für eine Postabfrage durchläuft, wird warm und zieht Strom.

1 App-Passwort beim Mailanbieter erzeugen 2 Prompt in Claude Code oder Codex einfügen 3 Regeln festlegen, Trockenlauf, dann scharf schalten

Als Textdatei

Dein Passwort gehört nicht in den Chat. Der Prompt fragt ausdrücklich nicht danach — er erklärt dir stattdessen, wie du ein App-Passwort erzeugst und im Schlüsselbund hinterlegst. Ein Zugang, den du einmal in ein Chatfenster tippst, ist kein Geheimnis mehr.

Das Werkzeug liest nur. Es sendet nichts, löscht nichts, verschiebt nichts — und öffnet das Postfach schreibgeschützt, damit deine ungelesenen Mails ungelesen bleiben. Fang trotzdem mit dem Trockenlauf an: Der zeigt dir, was passieren würde, ohne dass etwas passiert.

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Ich will, dass Termine aus meinen E-Mails von selbst in meinem Kalender landen — aber ohne Google. Bau mir dafür ein kleines Werkzeug, das auf meinem Mac läuft, meine Post direkt vom Server holt und die Termine in den Kalender einträgt, den ich ohnehin benutze.

Sag mir zuerst, ob das für mich überhaupt der richtige Weg ist. Wenn ich Gmail lese und meine Termine in Google Kalender führe, ist ein Skript auf Googles Plattform die bessere Lösung: Das läuft dort auch, wenn mein Rechner aus ist. Dieses Werkzeug hier lohnt sich, wenn meine Post woanders liegt oder wenn die Termine in meinen iCloud-Kalender sollen — dort kommt Google nämlich nicht hinein. Frag mich das offen und lass mich entscheiden, bevor wir anfangen.

Dann frag mich aus — einzeln, nicht als Liste, und warte meine Antwort ab:

1. Bei welchem Anbieter mein Postfach liegt. Nenn mir dazu die IMAP-Adresse, die ich brauche, statt mich danach suchen zu lassen.
2. Welche Ordner durchsucht werden sollen. Nur der Posteingang, oder auch abgelegte.
3. In welchen Kalender die Termine sollen. Mein Mac kennt meist mehrere — iCloud, lokale, eingebundene. Sag mir, wie ich die genauen Namen herausfinde, und frag nach, wenn mehrere in Frage kommen.
4. Wonach sortiert werden soll: nach Absenderadresse, nach Wörtern im Betreff, nach der Adresse, an die geschrieben wurde. Ich will einstellen können, welche Mails eingetragen werden und welche nicht.
5. Ob verschiedene Regeln in verschiedene Kalender schreiben sollen.
6. Bei welchen dieser Regeln auch dann ein Termin entstehen soll, wenn die Mail keinen Kalenderanhang hat und das Datum nur im Fließtext steht.
7. Wie weit zurück gesucht werden soll.

Wenn ich eine Regel vage beschreibe, frag nach einer echten Mail aus meinem Postfach als Beispiel. „Alles von der Uni“ ist keine Regel, „Absender endet auf @hochschule.de“ ist eine.

Frag mich nicht nach meinem Passwort und schreib es nirgends in den Code. Erklär mir stattdessen, wie ich ein App-Passwort erzeuge — bei aktivierter Zwei-Faktor-Anmeldung geht es ohnehin nur so — und wie ich es im Schlüsselbund oder in einer Umgebungsvariablen ablege, damit das Skript es dort abholt.

Dann bau das Werkzeug. Die folgenden Anforderungen sind nicht verhandelbar. Jede davon ist ein Fehler, den man sonst macht:

Öffne das Postfach ausdrücklich schreibgeschützt. Sonst markiert die Standardbibliothek beim Abholen jede gelesene Nachricht als gelesen, und mein Ungelesen-Zähler leert sich, ohne dass ich eine einzige Mail gesehen habe. Das merkt man erst, wenn es passiert ist, und rückgängig machen kann man es nicht.

Merk dir die Nachrichten über ihre UID, nicht über die Sequenznummer. Sequenznummern verschieben sich, sobald eine Mail im Postfach gelöscht wird — eine damit geführte Liste zeigt danach auf die falschen Nachrichten, und du legst Termine doppelt an oder überspringst welche.

Leg die Liste der verarbeiteten Nachrichten in einer Datei neben dem Skript ab und überspring bekannte sofort. Ohne das legt jeder Durchlauf dieselben Termine noch einmal an.

Prüf zusätzlich gegen den Kalender selbst, ob ein Termin mit gleichem Titel und gleicher Anfangszeit schon existiert. Die eigene Liste allein reicht nicht: Wer sie zurücksetzt oder das Skript auf einem zweiten Rechner startet, bekommt sonst von allem Zwillinge.

Das Werkzeug liest, mehr nicht. Es sendet nichts, löscht nichts, verschiebt nichts, ändert keine Markierungen. Schreib das auch als Kommentar in den Code, damit es beim späteren Erweitern nicht verlorengeht.

Lizenz CC BY 4.0 · Vincent Weber · vwincenzo.com

Bau einen Trockenlauf als eigene Funktion. Die protokolliert nur, was sie tun würde — welche Mail, welche Regel greift, welcher Kalender, welches Datum sie gelesen hat — und legt nichts an. Die läuft als Erstes und so lange, bis das Ergebnis stimmt.

Bau eine zweite Funktion, die die gemerkten UIDs wieder löscht. Das ist der Notausgang, wenn beim Ausprobieren etwas schiefging.

Zwei Wege, in dieser Reihenfolge. Hat die Mail einen Anhang, dessen Name auf .ics endet oder dessen Typ „calendar“ enthält, lies den Termin daraus — das ist immer genauer. Nur wenn kein solcher Anhang da ist, versuch das Datum aus Betreff und Text zu lesen, und das ausschließlich bei den Regeln, bei denen ich es ausdrücklich erlaubt habe. Ohne diese Einschränkung wird jeder Newsletter mit einer Jahreszahl zu einem Kalendereintrag.

Beim Lesen der .ics-Datei entfaltest du zuerst die Zeilen. Das Format bricht lange Zeilen um und setzt sie mit einem führenden Leerzeichen oder Tabulator fort. Wer das nicht rückgängig macht, bekommt abgeschnittene Titel und halbe Beschreibungen.

Ganztägige Termine: Das Enddatum im ICS ist exklusiv, es bezeichnet den Tag danach. Zieh einen Tag ab, sonst ist jeder ganztägige Termin bei mir einen Tag zu lang. Und ein Datum, das auf Z endet, ist UTC und muss umgerechnet werden — der Rest ist Ortszeit.

Fürs Lesen aus dem Fließtext deckst du beide deutschen Schreibweisen ab: 25.06.2026 und „25. Juni 2026“, jeweils mit und ohne Uhrzeit, und die Uhrzeit sowohl als 14:30 als auch als „14 Uhr“. Findest du nur ein Datum und keine Uhrzeit, leg einen ganztägigen Termin an, statt eine Uhrzeit zu erfinden. Findest du gar kein Datum, schreib das ins Protokoll und leg nichts an.

Sortier die Regeln so, dass die erste Übereinstimmung gewinnt, und schreib mir dazu, in welcher Reihenfolge sie geprüft werden. Bei überlappenden Regeln entscheidet die Reihenfolge, und das soll ich sehen können, ohne den Code zu lesen.

Sag mir, welche Freigabe der Kalenderzugriff verlangt und wann macOS danach fragt. Das passiert beim ersten Lauf und nur, wenn ich angemeldet bin — läuft das Skript später im Hintergrund und die Freigabe fehlt, scheitert es lautlos.

Für die Zeitsteuerung nimm launchd, nicht cron. Cron ist auf dem Mac ein Auslaufmodell und bekommt nicht den richtigen Sitzungskontext.

Protokollier jeden angelegten Termin mit Kalender und Titel, und jeden Fehlschlag mit dem Grund. In eine Datei, damit ich auch nachsehen kann, was gestern passiert ist.

Zum Schluss: Ein Befehl im Terminal ist eine Hürde. Bau mir einen Starter zum Anklicken, den ich statt eines Zeitplans auch von Hand auslösen kann. Auf dem Mac ist eine App nur ein Ordner mit fester Struktur — Info.plist, ein Shell-Skript, ein Symbol. Kein Xcode, keine Übersetzung. Sag mir dabei die zwei Dinge, die dabei schiefgehen: Der Finder vererbt den PATH der Kommandozeile nicht, ein blosses „python3“ greift also ins Leere; und ohne Ausführungsrecht weigert er sich, das Skript überhaupt zu starten. Gib mir das Ganze als einen Block zum Einfügen, nicht als drei Dateien zum Abtippen.

Wenn du fertig bist, gib mir:

## Ist das der richtige Weg für mich
## Das Werkzeug
## Wie ich das App-Passwort hinterlege
## Wie ich es starte und wie ich es plane
## Was ich vor dem ersten echten Lauf prüfe
## Woran es scheitern wird

Und zum Schluss: Sag mir in drei Sätzen, welche meiner Regeln du für zu weit gefasst hältst und welche Mails damit versehentlich im Kalender landen könnten.

Organisation 04 Neu

Chats automatisch sichern

Etwas Technik nötig Claude Code · Codex macOS, Windows, Linux

Sichert deine Gespräche jeden Tag als Markdown in die Cloud — von allein, ohne dass du etwas tust.

Klappt das Kopieren nicht: auf „Anzeigen“ tippen, Text lange drücken, dann „Alles auswählen“ und „Kopieren“.

Mehr dazu

Deine Gespräche liegen als Rohdaten auf deinem Rechner und sonst nirgends — bei Claude Code nach Projekt sortiert, bei Codex nach Datum. Der Prompt baut dir ein Werkzeug, das sie täglich als lesbares Markdown ablegt, je Tag eine Datei, und in die Cloud spiegelt, die du ohnehin bezahlst.

Das läuft wirklich von allein. Weil beide Werkzeuge im Terminal laufen und ihre Transkripte als Dateien hinterlassen, braucht es keinen Export, den du anstoßen musst, und kein Konto bei einem Dritten. Einmal eingerichtet, macht es seine Arbeit, auch wenn du nicht daran denkst.

Das Wertvolle sind nicht die zwei Seiten Code, sondern die Stellen, an denen so etwas scheitert. Codex schreibt zwei Ströme in dieselbe Datei — wer beide liest, hat jede Nachricht doppelt. Seine Ordner sind zwar nach Datum sortiert, aber nach dem Tag, an dem die Sitzung begann. Bei Claude Code läuft die Hälfte aller Sitzungen über mehrere Tage, das Arbeitsverzeichnis wechselt mitten im Chat, und um Mitternacht ist der Laptop zugeklappt.

Der Prompt führt nichts aus, er baut. Du bekommst das Skript und die Einrichtungsschritte für dein System — und den Befehl, mit dem du prüfst, ob der geplante Lauf wirklich durchläuft. Das ist nicht dasselbe wie ein Lauf von Hand: Ein Skript, das im Terminal funktioniert, kann als Hintergrunddienst trotzdem an fehlenden Rechten scheitern.

1 Prompt in Claude Code oder Codex einfügen 2 Fragen beantworten — Betriebssystem, Zeitzone, Cloud 3 Trockenlauf, dann den Zeitplan scharf schalten

Als Textdatei

Hier wandert dein ganzer Chatverlauf in eine Cloud, unverschlüsselt. Alles, was du je über Gesundheit, Geld, Arbeit oder andere Menschen geschrieben hast. Das ist der Preis dafür, dass nichts verlorengeht — der Prompt nennt ihn dir als Erstes und fragt nach Ordnern, die draußen bleiben sollen. Entscheide das vorher, nicht nachdem der erste Lauf durch ist.

Miss die Rechte nach, statt sie zu glauben. Auf macOS darf ein Hintergrunddienst in den iCloud-Ordner schreiben, in den Ordner für Google Drive, Dropbox und OneDrive aber nicht — obwohl beides aus dem Terminal funktioniert. Der Prompt lässt dich das mit einem Wegwerf-Auftrag prüfen, bevor er sich darauf verlässt.

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Ich will, dass meine Gespräche mit Claude Code und Codex jeden Tag von selbst als Markdown gesichert werden und in der Cloud landen. Wenn mein Rechner morgen stirbt, sollen die Gespräche trotzdem da sein. Bau mir das Werkzeug und sag mir, wie ich es einrichte; ausführen werde ich es selbst.

Sag mir zuerst, worauf ich mich einlasse. Hier wandert mein vollständiger Gesprächsverlauf unverschlüsselt zu einem Cloud-Anbieter — alles, was ich je über Gesundheit, Geld, Arbeit oder andere Menschen geschrieben habe. Das ist der Preis dafür, dass nichts verlorengeht, und ich soll ihn kennen, bevor der erste Lauf durch ist, nicht danach.

Dann frag mich aus — einzeln, nicht als Liste, und warte meine Antwort ab:

1. Welche der beiden Werkzeuge ich benutze, oder beide.
2. Welches Betriebssystem. Die Zeitplanung sieht auf macOS, Windows und Linux völlig anders aus.
3. In welcher Zeitzone ich lebe. Die Zeitstempel in den Transkripten sind UTC.
4. Wohin es soll — iCloud, Google Drive, Dropbox, OneDrive oder ein reiner Ordner auf der Platte. Frag mich vorher, was bei mir überhaupt eingerichtet ist und was ich ohnehin bezahle, statt mir etwas Neues zu verkaufen.
5. Ob es Projekte gibt, deren Gespräche nicht in die Cloud sollen. Diese Frage stellst du erst, nachdem du gesehen hast, welche Ordner es bei mir überhaupt gibt — vorher weißt du nicht, ob sie sich lohnt.
6. Ob ich zu jedem Ordner ein Ziel notieren will oder nur das nackte Archiv.

Wenn ich keine Meinung habe: alles einschließen, der Cloud-Dienst, den ich schon habe.

Beide Werkzeuge legen ihre Transkripte als JSONL auf meinem Rechner ab, und das ist der ganze Grund, warum das hier vollständig von allein laufen kann. Claude Code unter ~/.claude/projects, sortiert nach Arbeitsverzeichnis. Codex unter ~/.codex/sessions, sortiert nach Datum, eine Datei je Sitzung mit rollout im Namen. Auf Windows liegt beides entsprechend im Benutzerprofil.

Sieh dir von jedem Werkzeug erst eine Datei an, bevor du parst. Die Formate ändern sich mit den Versionen, und was ich dir hier sage, kann veraltet sein — prüf es nach, statt es zu glauben.

Die folgenden Punkte sind nicht verhandelbar. An jedem einzelnen scheitern die meisten Versuche:

Gruppiere nach dem Zeitstempel der einzelnen Nachricht, niemals nach dem Datum einer Datei oder eines Ordners. Bei Claude Code läuft ungefähr die Hälfte aller Sitzungen über mehrere Tage, manche über Wochen; wer nach Datei gruppiert, exportiert dieselbe Sitzung jede Nacht neu oder schlägt sie fälschlich einem einzigen Tag zu. Bei Codex ist die Falle noch verführerischer, weil die Sitzungen bereits in Ordnern nach Jahr, Monat und Tag liegen — aber das ist der Tag, an dem die Sitzung begonnen hat, nicht der jeder Nachricht darin. Und rechne in meine Zone um, sonst rutscht alles nach Mitternacht auf den Vortag.

Codex schreibt zwei Ströme in dieselbe Datei. Die Zeilen vom Typ response_item tragen das Gespräch, mit Rolle und Inhalt. Die Zeilen vom Typ event_msg sind der Ereignisstrom der Oberfläche und enthalten dieselben Texte noch einmal, dazu Start- und Fertigmeldungen. Wer beide liest, hat jede Nachricht doppelt im Archiv. Nimm response_item und lass event_msg weg — und prüf auch das an einer Datei nach.

Bei Claude Code wechselt das Arbeitsverzeichnis mitten im Gespräch. Es wird pro Nachricht gespeichert, und ein einziger Verzeichniswechsel lässt einen Chat sonst in Ordner wie „tmp“ oder „fonts“ zerfallen. Maßgeblich ist stattdessen der Verzeichnisname unter projects. Dessen Kodierung sollst du an meinem System nachprüfen, nicht glauben: Nimm ein Verzeichnis, sieh nach, welches Arbeitsverzeichnis aus dessen Zeilen sich darauf abbildet, und leite die Regel daraus ab. Auf macOS und Linux wird jedes Zeichen außer Buchstaben und Ziffern zu einem Bindestrich; unter Windows mit Laufwerksbuchstabe und umgekehrten Schrägstrichen ist das nicht verbürgt. Findest du kein passendes Verzeichnis, nimm das der ersten Nachricht. Arbeitszweige führst du auf ihr Hauptprojekt zurück.

Lizenz CC BY 4.0 · Vincent Weber · vwincenzo.com

Eine Ebene tiefer als die Sitzungen von Claude Code liegen die Transkripte von Unteragenten. Die gehören zur jeweiligen Sitzung und blähen das Archiv nur auf — die lässt du weg.

Rendere immer den kompletten Verlauf neu, aber schreib nur dort, wo sich der Inhalt gegenüber der vorhandenen Datei wirklich geändert hat. Dann ist die Uhrzeit des Laufs gleichgültig, ein verpasster Lauf heilt sich beim nächsten Start von selbst, und die Cloud bekommt nur echte Änderungen zu sehen statt jeden Tag alles.

Cloud-Ordner sind keine normalen Ordner, und sie sind untereinander verschieden. Miss das nach, statt zu raten: Leg einen Wegwerf-Auftrag an, der ins gewünschte Ziel schreibt und daraus liest, und sieh in sein Protokoll. Auf macOS gilt gemessen: In den iCloud-Ordner darf ein Hintergrunddienst ohne Zusatzrechte schreiben und seine eigenen Dateien später wieder lesen — Dateien aber, die ein anderes Programm angelegt hat, mein Editor oder der Finder, sind für ihn gesperrt. Daraus folgen zwei Dinge: Der Dienst muss das Archiv selbst anlegen, ich darf es nicht vorbefüllen. Und ein verweigerter Zugriff auf eine einzelne Datei darf den Lauf nicht abbrechen, sondern wird übersprungen und am Ende berichtet — sonst legt eine von Hand geänderte Datei das ganze Backup still. Der Nachbarordner für Google Drive, Dropbox und OneDrive verhält sich anders: Dort scheitert derselbe Dienst, obwohl es aus einem Terminalfenster funktioniert. Ebenso geschützt sind Dokumente, Schreibtisch und Downloads. Wenn das Ziel nicht iCloud ist, exportierst du in einen echten lokalen Ordner und lässt den Sync-Client ihn abholen.

Um kurz vor Mitternacht ist ein Laptop meistens zugeklappt. Die Zeitplanung muss verpasste Läufe nachholen — schlichtes cron tut das nicht.

Zum Werkzeug selbst: Python 3 aus der Standardbibliothek, ohne nachzuinstallierende Pakete, damit es später ohne eigene Umgebung läuft. Nimm den Interpreter, den die Zeitplanung später wirklich benutzt, und prüf dessen Version — auf macOS ist der mitgelieferte oft älter als der selbst installierte. Das Archiv bekommt je Werkzeug einen Ordner, bei Claude Code darunter je Projekt einen, und darin je Tag eine Datei. Überschrift je Tag, darunter je Gespräch der Titel und die Zeitspanne, darin die Beiträge. Fasse aufeinanderfolgende Beiträge derselben Seite zusammen: Eine Antwort besteht oft aus etwas Text und zehn Werkzeugaufrufen, die sonst jeder eine eigene Überschrift bekämen. Interne Überlegungen und Werkzeug-Rohausgaben lässt du weg, Werkzeugaufrufe schreibst du als knappen Einzeiler, Bilder als kurze Markierung. Gib mir einen Trockenlauf, eine Beschränkung auf die letzten Tage und einen frei wählbaren Zielordner als Schalter — sonst kann ich nichts ausprobieren, ohne das echte Archiv anzufassen.

Für die Zeitplanung nennst du mir den Weg meines Systems und begründest ihn. Auf macOS ein LaunchAgent und nicht cron, mit fester Uhrzeit und zusätzlich einem Start beim Anmelden. Auf Linux ein systemd-Timer für den Benutzer, ausdrücklich mit der Einstellung, die verpasste Läufe nachholt. Auf Windows die Aufgabenplanung mit täglichem Auslöser, dem Haken für verpasste Starts und einem zweiten Auslöser bei der Anmeldung.

Sag mir dann, wie ich den geplanten Auftrag selbst prüfe, nicht nur den Lauf von Hand. Die Rechte-Falle oben zeigt sich ausschließlich im Auftragskontext: Ein Skript, das im Terminal durchläuft, kann als Hintergrunddienst trotzdem scheitern. Nenn mir den Befehl, mit dem ich den Auftrag anstoße, und den, mit dem ich seinen Rückgabewert ablese.

Zur Cloud: Bei iCloud auf macOS ist nichts einzurichten, dorthin wird direkt geschrieben. Bei Google Drive, Dropbox oder OneDrive führst du mich durch die Einstellung, mit der ich einen beliebigen Ordner meines Rechners spiegeln lasse — und warnst mich vor der benachbarten Einstellung, die stattdessen meine gesamte Cloud auf die Platte laden würde. Auf Linux gibt es keinen offiziellen Google-Client; dort hängst du einen zweiten Schritt an denselben Zeitplan.

Prüf am Ende auf der Serverseite, ob die Dateien wirklich angekommen sind — ein Ordner, der lokal existiert, beweist keinen Upload.

Wenn ich Ziele je Ordner will: Der Faktenteil wird erzeugt und steht zwischen zwei Markierungen, alles außerhalb bleibt beim nächsten Lauf unangetastet. Takte die Erinnerungen gestaffelt statt pauschal — bei fünfzehn Ordnern hieße monatlich alle zwei Tage ein Termin, und das hält niemand durch. Nimm die zwei bis drei Ordner mit den meisten Nachrichten der letzten dreißig Tage häufiger, den Rest deutlich seltener, und schreib in die Übersicht, was gerade dran ist.

Wenn du fertig bist, gib mir:

## Das Werkzeug
## Wie ich es einrichte und plane
## Wie ich prüfe, dass der geplante Lauf wirklich funktioniert
## Woran es scheitern wird

Und zum Schluss: Sag mir in drei Sätzen, welche meiner Gespräche ich nach dieser Einrichtung nicht mehr guten Gewissens führen kann, ohne vorher nachzudenken.
02 Finanzen

Geld und Kapitalmarkt

Einen Sparplan aufbauen, Depot durchleuchten, Kennzahlen einordnen. Werkzeuge zum Selberrechnen.

Finanzen 01

Dein erster Sparplan

Claude · ChatGPT · Gemini

Führt dich Schritt für Schritt zu deinem eigenen Sparplan.

Klappt das Kopieren nicht: auf „Anzeigen“ tippen, Text lange drücken, dann „Alles auswählen“ und „Kopieren“. Oder das Arbeitsbuch als Textdatei öffnen und dort alles markieren.

Mehr dazu

Führt dich Schritt für Schritt zu deinem eigenen Sparplan — allein oder mit einer KI. Sortiert die Entscheidungen: erst der Kern, dann die Beimischung, dann die Frage, ob überhaupt Einzelaktien dazusollen. Am Ende steht dein Plan auf einer Seite.

1 Arbeitsbuch kopieren und in Claude, ChatGPT oder Gemini einfügen 2 Begleit-Prompt kopieren und hinterherschicken 3 Fragen beantworten — am Ende steht dein Plan

Als Textdatei

Das Arbeitsbuch ist lang — das ist Absicht. Es sind rund 3.100 Wörter, und beim Einfügen dauert es einen Moment. Die KI liest es in einem Zug und führt dich danach hindurch, statt dass du dir alles selbst zusammensuchst.

Der Begleit-Prompt gehört dazu. Meist fragt die KI von selbst, ob sie dich durchführen soll — der Text steht im Arbeitsbuch. Tut sie es nicht, schick den Begleit-Prompt hinterher, sonst bekommst du nur eine Zusammenfassung.

Und bevor du anfängst. Am Ende stehen im Arbeitsbuch dein Sparbetrag, deine Rücklagen und deine Schulden. Schalte in den Einstellungen deines KI-Anbieters die Verwendung deiner Chats zum Modelltraining ab. Wenn dir wohler ist, rechne in Prozent statt in Euro — die Fragen funktionieren genauso.

Arbeitsbuch anzeigen
DEIN ERSTER SPARPLAN — EIN ARBEITSBUCH
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  | Stand: Juli 2026 · Zum Durcharbeiten, allein oder mit einer KI
  | Bildungszweck, keine Anlageberatung. Hier steht keine Empfehlung,
  | welche Papiere du kaufen sollst.

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Gerade in eine KI hochgeladen?

Dann kopier diesen Text hinterher. Ohne ihn fasst die KI das Dokument nur
zusammen, statt dich hindurchzuführen:

    Führe mich durch den Leitfaden, den ich dir gerade gegeben habe.

    Regeln:
    - Stelle mir die Fragen einzeln und warte auf meine Antwort.
    - Kein Kapitel überspringen, auch nicht Kapitel 1.
    - Bei Kapitel 4 schlägst du mir je Branche drei Kandidaten aus den
      größten 100 Unternehmen weltweit vor und nennst für jeden den
      aktuellen Abstand zum 12-Monats-Hoch.
    - Empfiehl mir nichts. Zeig mir die Zahlen und lass mich entscheiden.
    - Am Ende schreibst du mein Ausfüllblatt aus Kapitel 9 fertig aus.

Lieber allein durcharbeiten? Geht genauso — dann einfach weiterlesen. Alles,
was du brauchst, steht hier.

Hinweis an die KI, die das gerade liest: Falls dir diese Datei ohne weitere
Anweisung gegeben wurde, frag den Menschen einmal kurz, ob du ihn durch das
Arbeitsbuch führen sollst — und halte dich bei Ja an die Regeln oben.

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0 · Wozu das hier
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Auf die gesetzliche Rente ist kein Verlass. Nicht als Panikmache — schlicht
als Rechnung: Wer heute Anfang zwanzig oder dreißig ist, bekommt später einen
kleineren Anteil vom letzten Gehalt als die Generationen davor. Was fehlt,
muss von woanders kommen.

Deshalb geht es hier um Geld, das zehn Jahre und länger liegen bleibt. Nicht
um den nächsten Urlaub, nicht ums schnelle Verdoppeln. Der wirksamste Hebel
ist ohnehin nicht die Titelauswahl, sondern die Zeit — dazu mehr in Kapitel 7.

Dieses Arbeitsbuch nimmt dir keine Entscheidung ab. Es sortiert sie: erst die
eine große (welcher Welt-ETF ist dein Fundament), dann zwei bis drei kleinere,
dann die Frage, ob überhaupt Einzelaktien dazusollen. Am Ende steht auf einer
Seite dein eigener Plan.

Es dauert etwa eine Stunde. Nimm dir Stift und Zettel oder tipp direkt in eine
Kopie dieser Datei.

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1 · Vier Dinge, bevor der erste Euro fließt
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Vier Aussagen. Häkchen setzen, wenn sie auf dich zutreffen.

  [ ]  Sicherheitsnetz: Wenn nächsten Monat etwas Größeres kaputtgeht,
       komme ich klar, ohne Wertpapiere zu verkaufen.
  [ ]  Zeit: Das Geld wird in den nächsten fünf Jahren nicht gebraucht
       — kein Wohnungskauf, kein Auto, keine Ausbildung in Sicht.
  [ ]  Schulden: Es läuft kein Kredit über etwa 5 % Zins oder mehr
       (Dispo, Ratenkredit, Kreditkarte).
  [ ]  Betrag: Den Betrag, den ich sparen will, vermisse ich zwölf
       Monate lang nicht.

Kein fehlendes Häkchen hält dich auf.
Das hier sind Hinweise, keine Bedingungen — anfangen kannst du mit jeder
Kombination, und in den meisten Fällen ist es auch richtig. Was fehlt,
solltest du nur vorher wissen statt hinterher merken. Deshalb steht zu jedem
Punkt, was er praktisch bedeutet.

Fehlt das Sicherheitsnetz.
Die übliche Faustregel lautet: drei bis sechs Monatsausgaben auf dem
Tagesgeldkonto. Der Sinn ist nicht die Zahl, sondern dass du bei einer
kaputten Waschmaschine nicht ausgerechnet dann verkaufen musst, wenn die Kurse
unten stehen — beides fällt erfahrungsgemäß gern zusammen. Es zählt aber jedes
Netz, das denselben Zweck erfüllt: Eltern, die einspringen, ein sehr sicherer
Job, niedrige Fixkosten. Und wer noch gar nichts hat, muss nicht warten, bis
der Puffer steht: Halbe-halbe aufteilen, bis er voll ist, funktioniert genauso
gut.

Fehlt die Zeit.
Wenn das Geld in drei Jahren gebraucht wird, kann es passieren, dass du im
Minus verkaufst — das ist keine Katastrophe, nur ein realistisches Szenario.
Zehn Jahre sind kein Ritual, sondern die Spanne, über die sich schlechte
Einstiegszeitpunkte erfahrungsgemäß ausgleichen. Ein möglicher Weg: den Teil,
der sicher gebraucht wird, aufs Tagesgeld, den Rest in den Sparplan.

Laufen teure Schulden.
8 % Kreditzins zu tilgen ist eine garantierte Rendite von 8 % — die bekommst
du an der Börse nirgends zugesichert. Rein rechnerisch geht Tilgen also vor.
Zwei Dinge ändern das Bild: Wenn absehbar Geld hereinkommt, mit dem sich die
Schuld ohnehin auf einen Schlag ablösen lässt, ist die Rechnung eine andere.
Und wer den Einstieg jetzt macht statt „irgendwann“, fängt überhaupt an — auch
das ist etwas wert. Nur sollte es eine Entscheidung sein und kein Übersehen.

Ist der Betrag zu groß — oder weißt du gar nicht, welcher es sein soll.
Als Orientierung, nicht als Vorschrift: Rund 10 % vom Netto sind ein guter
Einstieg, 15 % auf lange Sicht das Ziel, 20 % sehr stark. Bei 2.400 € netto
sind das 240, 360 und 480 €. Die Zahlen sind kein Gesetz, sie geben nur eine
Richtung — entscheidend ist, dass der Betrag zwölf Monate lang nicht wehtut,
nicht dass er eine Quote trifft.

Der Weg von 10 auf 15 % führt selten über strengeres Sparen, sondern über
die nächste Gehaltserhöhung: Wer die Rate mitzieht, statt den Lebensstil
mitwachsen zu lassen, kommt dorthin, ohne dass sich der Alltag ändert.

Und wenn 10 % nicht drin sind: Dann nimm, was drin ist. Ein Sparplan über
25 € im Monat ist ein vollwertiger Sparplan, 10 € sind es auch. Erhöhen
kannst du jederzeit und kostenlos. Wer sich überstreckt, bricht ab — und der
abgebrochene Sparplan bringt weniger als der kleine, der läuft. Angefangen zu
haben ist der Teil, der sich später nicht nachholen lässt.

Weiterlesen kannst du in jedem Fall.

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2 · Der Kern — ein Welt-ETF
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Das ist die wichtigste Entscheidung des ganzen Dokuments. Ein einziger ETF,
der die großen Unternehmen der Welt abbildet, ist für die meisten Menschen ein
vollständiges Depot. Alles Weitere in diesem Arbeitsbuch ist Beiwerk.

Drei Wege stehen zur Wahl:

  Welt-Standard
    Bekannt als: MSCI World, FTSE Developed
    Was drin ist: rund 1.300 Firmen aus 23 Industrieländern
    USA-Anteil: über 70 %
    Laufende Kosten (TER): rund 0,12–0,20 % im Jahr
    Passt zu dir, wenn: du den einfachsten Standard willst

  Welt + Schwellenländer
    Bekannt als: MSCI ACWI, FTSE All-World
    Was drin ist: zusätzlich rund 25 Schwellenländer (China, Indien,
      Brasilien, Taiwan)
    USA-Anteil: etwas niedriger
    Laufende Kosten (TER): rund 0,12–0,22 %
    Passt zu dir, wenn: du die ganze Welt willst, auch die wachsenden
      Regionen

  Nachhaltig gefiltert
    Bekannt als: MSCI World SRI, ESG Screened
    Was drin ist: dieselbe Welt, ohne Waffen, Kohle, Tabak
    USA-Anteil: ähnlich hoch
    Laufende Kosten (TER): rund 0,20–0,30 %
    Passt zu dir, wenn: dir egal ist, ob es ein paar Zehntel mehr kostet

Zum USA-Anteil, weil das die häufigste Rückfrage ist: In jedem dieser ETFs
steckt sehr viel USA — im MSCI World über 70 %. Das ist kein
Konstruktionsfehler. Die Indizes gewichten nach Börsenwert, und die größten
Unternehmen der Welt stehen nun mal überwiegend in Amerika. Wer das zu
einseitig findet, kann mit einem Europa- oder Schwellenländer-ETF gegensteuern
(Kapitel 3) — sollte aber wissen, dass er damit bewusst von der
Marktgewichtung abweicht.

Zu den Kosten: Die TER ist der einzige Renditefaktor, den du vorher kennst.
Alles andere ist Prognose. 0,20 % statt 0,50 % klingt nach nichts und macht
über dreißig Jahre einen spürbaren Unterschied. Als Orientierung gilt: unter
0,30 % im Jahr ist in Ordnung, darüber lohnt der Vergleich.

Ob der ETF ausschüttend oder thesaurierend ist, entscheidet nur, ob Dividenden
auf dein Konto kommen oder automatisch wieder angelegt werden. Fürs lange
Sparen ist thesaurierend meist bequemer — beides ist vertretbar.

  | Meine Entscheidung — Kern-ETF: ______________________________

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3 · Satelliten — zwei bis drei, nicht mehr
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Der Kern steht. Jetzt kannst du gezielt etwas danebenlegen, das dir im Kern zu
leicht gewichtet ist. Fünf gängige Richtungen:

  (Richtung — Was sie ändert)

  Schwellenländer / Asien
    Mehr Gewicht auf China, Indien, Taiwan, Südkorea. Sinnvoll vor
    allem, wenn dein Kern der MSCI World ist — der enthält keine.
    Afrika ist dabei noch einmal ein Fall für sich: Der Kontinent
    kommt selbst in den Schwellenländer-Indizes kaum vor. Wer ihn
    dabeihaben will, braucht dafür einen eigenen Fonds.

  Europa
    Gegengewicht zum USA-Übergewicht. Bekannte Namen, die du aus dem
    Alltag kennst.

  Technologie / Nasdaq
    Konzentriert auf große Technologiewerte. Historisch stark gelaufen,
    schwankt aber deutlich mehr.

  Innovation und Patente
    Setzt nicht auf eine Branche, sondern quer durch alle auf Firmen,
    die viel forschen und anmelden. Für alle, die glauben, dass sich
    Forschungsstärke langfristig auszahlt. Eng und aktiv ausgewählt —
    du kaufst hier auch die Auswahlregel mit, nicht nur den Markt.

  Nachhaltigkeit / Umwelttechnik
    Erneuerbare Energien, Netze, Effizienz. Enges Feld, entsprechend
    heftige Ausschläge.

Ein Satellit verwässert immer den Kern.
Wer einen Nasdaq-ETF danebenlegt, hält die großen US-Techs doppelt: einmal
über den Welt-ETF, einmal direkt. Das ist völlig in Ordnung — aber es sollte
Absicht sein und nicht Versehen.

Zwei bis drei reichen. Ab dem vierten wird das Depot unübersichtlich, ohne
breiter zu werden.

Eine Ausnahme von dieser Regel, wenn dir Abdeckung wichtiger ist als
Übersicht: Wer Regionen kombiniert statt Themen, wird tatsächlich breiter.
Ein Welt-ETF als Kern, dazu Schwellenländer-Asien, Afrika und Europa —
diese drei liegen nebeneinander statt übereinander und ergänzen den Kern um
das, was ihm fehlt. Kommt noch ein Thema wie Umwelttechnik dazu, überschneidet
sich das mit allen dreien: kein Fehler, aber es macht das Depot nicht breiter,
sondern gewichtet um.

Der Preis bleibt in jedem Fall derselbe. Fünf Positionen wollen fünfmal
bespart und im Blick behalten werden. Wer das nicht will, nimmt zwei.

  | Meine Satelliten (bis zu 3): ______________________________

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4 · Einzelaktien — drei bis fünf
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Muss nicht sein. Ein Welt-ETF plus zwei Satelliten ist ein fertiger Plan, und
viele fahren damit jahrzehntelang gut.

Was für Einzelaktien spricht, ist weniger die Rendite als die Beschäftigung:
Wer eine Firma besitzt, liest ihre Nachrichten anders. Das ist der eigentliche
Lerneffekt — und der Grund, warum drei bis fünf Titel reichen. Bei zwölf
verlierst du den Überblick, und dann bist du wieder bei einem schlechten,
teuren ETF.

4a · Woher die Kandidaten kommen

Zwei Wege, beide legitim.

Weg 1: Was du kennst.
Eine Marke, die du im Alltag gut findest, ist ein völlig brauchbarer
Startpunkt. Du weißt, warum du sie magst, und das ist mehr, als die meisten
über ihre Depotpositionen sagen können. Es ersetzt nur nicht das Hinschauen —
dazu gleich.

Weg 2: Systematisch nach Branchen.
Damit du weißt, wonach du überhaupt suchst, hier je Branche drei große,
bekannte Namen. Das ist keine Auswahl und keine Empfehlung, sondern eine
Landkarte:

  Branche       Beispielhafte große Namen
  ------------------------------------------------------
  Technologie   Apple · Microsoft · TSMC
  Finanzen      JPMorgan · Allianz · Visa
  Gesundheit    Johnson & Johnson · Roche · Novo Nordisk
  Industrie     Siemens · Caterpillar · Airbus
  Konsum        Nestlé · LVMH · Coca-Cola
  Energie       Shell · NextEra · Siemens Energy
  Immobilien    Prologis · Vonovia · American Tower

Streu über mindestens drei verschiedene Branchen. Fünf Technologiewerte sind
keine fünf Positionen, sondern eine.

Lizenz CC BY 4.0 · Vincent Weber · vwincenzo.com

4b · Die Entscheidungsstütze — drei Fragen

Für jeden Kandidaten drei Fragen. Kein Rechnen, keine Formeln.

1 · Verstehe ich, womit die Firma Geld verdient?
In einem Satz, ohne nachzuschlagen. „Verkauft Handys und verdient an den
Diensten drumherum“ reicht. Wenn du es nicht kannst, kannst du auch nicht
beurteilen, ob eine schlechte Nachricht ernst ist.

2 · Wächst sie noch?
Umsatz der letzten drei Jahre — steigend, seitwärts oder fallend. Steht auf
jeder Finanzseite in einer Tabelle. Du brauchst keine Bilanzanalyse, nur die
Richtung.

3 · Steht sie gerade deutlich unter ihrem 12-Monats-Hoch?
Eine Zahl, in zehn Sekunden nachgeschlagen: Jede Kursseite zeigt
„52-Wochen-Hoch“. Vergleich mit dem aktuellen Kurs. Wer bei −25 % kauft, zahlt
für dieselbe Firma weniger als jemand, der drei Monate vorher zugegriffen hat.

Auswertung:

  (Häkchen — Was das heißt)

  3 von 3
    Klarer Kandidat.

  2 von 3
    Geschmackssache — dann entscheidet Frage 1. Verstehst du die Firma
    nicht, lass es.

  1 oder 0
    Diesen Monat nichts. Das Geld geht in den Kern-ETF.

Ein wichtiger Zusatz: Wenn du an eine Firma glaubst, obwohl Frage 2 mau
aussieht — kauf sie. Frage 2 ist eine Information, kein Veto. Wer überzeugt
ist, dass eine bekannte Marke ihr Comeback schafft, darf darauf setzen. Nur
weiß er dann wenigstens, worauf er sich einlässt, statt es hinterher zu
erfahren.

Umgekehrt gilt aber auch: Frage 3 allein ist kein Kaufgrund. Ein Kurs, der
60 % unter seinem Hoch steht, kann günstig sein oder eine Firma auf dem Weg
nach unten. Deshalb stehen die drei Fragen nebeneinander und nicht
untereinander.

4c · Deine Watchlist

Schreib zehn Namen auf, die dich interessieren. Nicht zum Kaufen — zum
Beobachten.

Der Zweck ist banal und wirksam: Wenn der Kauftag kommt, gehst du eine
vorbereitete Liste durch, statt im Moment zu improvisieren. Improvisierte
Käufe folgen fast immer der jüngsten Schlagzeile, und die ist meistens positiv
— also kauft man teuer.

  | Meine Watchlist:
  | 1. ______  2. ______  3. ______  4. ______  5. ______
  | 6. ______  7. ______  8. ______  9. ______  10. ______

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5 · Gold und Silber — optional
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Ein kurzer Absatz, weil die Frage regelmäßig kommt. Edelmetalle sind eine
Beimischung, kein Renditebringer: Sie zahlen keine Dividende und produzieren
nichts. Was sie können, ist sich zeitweise anders bewegen als Aktien.

Wenn überhaupt, dann klein — 5 bis 10 % — und mit dem Wissen, dass Silber
deutlich heftiger schwankt als Gold. Ein gleich großer Silberanteil fühlt sich
im Depot doppelt so groß an.

Eine steuerliche Falle nebenbei: Bei börsengehandelten Edelmetallprodukten
kommt es darauf an, ob ein Anspruch auf physische Auslieferung besteht. Ohne
diesen Anspruch sind Gewinne voll abgeltungsteuerpflichtig — auch nach vielen
Jahren. Das steht im Produktdatenblatt und ist leicht zu übersehen.

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6 · Die Aufteilung
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Wie viel wovon? Drei Profile als Orientierung, nicht als Vorschrift:

             Kern-ETF   Satelliten   Einzelaktien
  -----------------------------------------------
  Ruhig      80 %       20 %         —
  Gemischt   60 %       25 %         15 %
  Aktiv      50 %       25 %         25 %

Ein Prinzip, das sich in der Praxis bewährt hat, egal welches Profil:

  | Der ETF-Teil wird nie neu verhandelt. Nur der Aktien-Teil.

Der ETF-Teil läuft als Dauerauftrag, jeden Monat gleich, ohne Diskussion. Das
ist der Teil, der funktioniert, während du das Thema vergisst. Nur beim
Aktien-Teil entscheidest du monatlich neu. So bleibt die Denkarbeit klein und
trifft genau den Teil, wo sie überhaupt etwas ändern kann.

  | Meine Aufteilung: ______ € Kern · ______ € Satelliten · ______ € Aktien

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7 · Der Monatsablauf
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Vier Schritte, zwanzig Minuten.

1 · Die festen Sparpläne laufen von allein.
Kern-ETF und Satelliten sind eingerichtet, sie ziehen ihren Betrag
automatisch. Hier ist nichts zu tun — und genau das ist der Punkt.

2 · Watchlist durchgehen.
Für den variablen Teil: die zehn Namen ansehen, bei den interessanten die drei
Fragen aus Kapitel 4b anlegen.

3 · Ein bis zwei Kandidaten auswählen.
Nicht fünf. Wer 100 € auf fünf Titel verteilt, zahlt fünfmal Gebühren für
Positionen, die zu klein sind, um etwas auszumachen.

4 · Bleibt Geld übrig oder überzeugt nichts — alles in den Kern-ETF.

Schritt 4 ist der wichtigste Satz dieses Dokuments. Er verhindert den
häufigsten Anfängerfehler: monatelang auf Bargeld sitzen und auf den perfekten
Moment warten, der nie eindeutig ist. Warten hat immer ein Verfallsdatum. Was
am Monatsende nicht platziert ist, geht in den Kern. Damit ist das Geld
investiert, breit gestreut, und die Entscheidung ist gefallen.

Time in the market beats timing the market

Der bekannteste Satz zum Thema, und er stimmt: Die Zeit im Markt schlägt das
Timing des Markts. Wer auf den richtigen Einstiegsmoment wartet, verliert an
den Monaten, in denen er nicht dabei war, mehr als er am besseren Kurs
gewinnt. Und weil die stärksten Börsentage sich nicht ankündigen, verpasst man
mit dem Warten regelmäßig genau die.

Wichtig ist, was daraus nicht folgt. Kapitel 4 fragt, ob eine Aktie unter
ihrem 12-Monats-Hoch steht — ist das nicht auch Timing?

Nein, und der Unterschied ist der Kern der ganzen Sache: Dein Geld ist jeden
Monat vollständig investiert. Du entscheidest nur, wohin es geht — nie, ob.
Findest du einen Kandidaten, kaufst du ihn. Findest du keinen, kaufst du den
Kern. In beiden Fällen ist das Geld am Monatsende im Markt.

Timing wäre: „Ich warte, bis die Börse gefallen ist.“ Das hier ist: „Ich
investiere sowieso — und schaue nur, wo es gerade günstiger ist.“ Der erste
Satz kostet Rendite, der zweite nicht.

Und wenn dir das alles zu viel Aufwand ist?
Dann richte nur den Kern-ETF als Dauerauftrag ein und lass Kapitel 3 bis 7
weg. Das ist kein schlechterer Plan. Ob monatliches Neuentscheiden am Ende
mehr bringt als stumpfes Weitersparen, ist eine offene Frage — sie lässt sich
seriös erst nach vielen Jahren beantworten, weil kurzfristige Unterschiede
fast vollständig Zufall sind. Wer den Aufwand nicht will, verpasst nichts
Nachgewiesenes.

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8 · Verkaufen
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Kurz, weil es kurz ist.

Der Plan läuft über Jahrzehnte — verkauft wird erstmal gar nicht.
Kursrückgänge sind der Normalzustand und kein Grund; wer bei −30 % verkauft,
macht aus einem Buchverlust einen echten.

Wenn ein Notfall kommt, wird verkauft. Das ist richtig und keine Niederlage.
Der Plan hat sich deinem Leben anzupassen, nicht umgekehrt. Genauso, wenn sich
deine Lage grundsätzlich ändert: Wohnungskauf, Familie, Jobwechsel. Dann wird
der Plan angepasst — bewusst und in Ruhe, nicht in Panik nach einer
Schlagzeile.

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9 · Mein Plan
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Die Seite, die am Ende übrig bleibt. Ausdrucken oder abtippen.

    MEIN SPARPLAN                                  erstellt am: ____________

    Monatsbetrag gesamt:              ________ €

    KERN
      ETF: ______________________________________  ________ €

    SATELLITEN
      1. ____________________________________      ________ €
      2. ____________________________________      ________ €
      3. ____________________________________      ________ €

    EINZELAKTIEN (variabel, monatlich entschieden)  ________ €
      Watchlist siehe Kapitel 4c

    AUSFÜHRUNGSTAG:  ______            ERSTE AUSFÜHRUNG:  ______________

    Meine Regel, wenn nichts überzeugt:
      → alles in den Kern-ETF

    Überprüfung des Plans: einmal im Jahr, am ______________

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Anhang A · Wenn du es später genauer willst
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Drei Dinge, die interessant werden, sobald der Plan ein Jahr läuft — vorher
nicht.

Feste Schwellen statt Bauchgefühl.
Statt „deutlich unter dem Hoch“ kann man einen Wert festlegen und sich daran
binden. Üblich ist, breit gestreuten ETFs eine kleinere Schwelle zu geben als
schwankungsfreudigen Einzelwerten — etwa −10 % bei ETFs, −15 % bei etablierten
Konzernen, −20 % bei Wachstumswerten. Der Vorteil ist nicht Präzision, sondern
dass man nicht jeden Monat neu verhandelt.

Positionsgrenzen in Prozent, nicht in Euro.
Irgendwann wird eine Position groß, und die Frage kommt, ob man noch nachlegt.
Eine Grenze in Prozent des Depots ist einer in Euro überlegen, weil ein fester
Betrag altert: 750 € sind bei 13.000 € Depot rund 6 %, bei 25.000 € nur noch
3 % — dieselbe Zahl bedeutet plötzlich etwas anderes.

Freistellungsauftrag.
In Deutschland bleiben Kapitalerträge bis 1.000 € im Jahr steuerfrei (2.000 €
bei gemeinsam veranlagten Ehepaaren), aber nur, wenn du deiner Bank einen
Freistellungsauftrag erteilst. Das ist ein Formular von zwei Minuten und wird
regelmäßig vergessen. Hast du mehrere Depots, musst du den Betrag aufteilen.

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Anhang B · Lass dich durchfragen
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Wenn du Zugang zu Claude, ChatGPT, Gemini oder einer ähnlichen KI hast: Lade
diese Datei hoch und schick den folgenden Text mit — derselbe wie ganz oben.
Dann bekommst du das Arbeitsbuch als Gespräch, mit aktuellen Kursen, die hier
bewusst nicht stehen.

Der Text muss mit.
Lädst du nur die Datei hoch, fasst die KI sie zusammen und fragt, was du
willst — das ist nicht falsch, bringt dich aber keinen Schritt weiter.

    Führe mich durch den Leitfaden, den ich dir gerade gegeben habe.

    Regeln:
    - Stelle mir die Fragen einzeln und warte auf meine Antwort.
    - Kein Kapitel überspringen, auch nicht Kapitel 1.
    - Bei Kapitel 4 schlägst du mir je Branche drei Kandidaten aus den
      größten 100 Unternehmen weltweit vor und nennst für jeden den
      aktuellen Abstand zum 12-Monats-Hoch.
    - Empfiehl mir nichts. Zeig mir die Zahlen und lass mich entscheiden.
    - Am Ende schreibst du mein Ausfüllblatt aus Kapitel 9 fertig aus.

Die KI kennt die aktuellen Kurse und kann dir das Nachschlagen abnehmen. Sie
kennt aber nicht deine Lebenssituation — die Antworten aus Kapitel 1 musst du
selbst geben, und sie sind die einzigen, bei denen es kein Vertun gibt.

------------------------------------------------------------------------------

  | Zum Schluss, unmissverständlich: Dieses Dokument dient der Bildung und
  | der eigenen Meinungsbildung. Es ist keine Anlageberatung und enthält
  | keine Empfehlung, bestimmte Wertpapiere zu kaufen, zu halten oder zu
  | verkaufen. Die genannten Firmennamen sind Beispiele zur Orientierung,
  | keine Auswahl und keine Bewertung. Kapitalanlagen können an Wert
  | verlieren, bis hin zum Totalverlust. Steuerliche Angaben ohne Gewähr —
  | im Zweifel fragst du eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater.
  | Jede Entscheidung triffst du selbst und auf eigenes Risiko.
Begleit-Prompt anzeigen
Führe mich durch den Leitfaden, den ich dir gerade gegeben habe.

Regeln:
- Stelle mir die Fragen einzeln und warte auf meine Antwort.
- Kein Kapitel überspringen, auch nicht Kapitel 1.
- Bei Kapitel 4 schlägst du mir je Branche drei Kandidaten aus den
  größten 100 Unternehmen weltweit vor und nennst für jeden den
  aktuellen Abstand zum 12-Monats-Hoch.
- Empfiehl mir nichts. Zeig mir die Zahlen und lass mich entscheiden.
- Am Ende schreibst du mein Ausfüllblatt aus Kapitel 9 fertig aus.

Finanzen 02

Portfolio Dashboard

Etwas Technik nötig Claude · ChatGPT · Gemini Broker-Export als CSV Mac und Windows

Rechnet aus deinem Transaktions-Export, was dein Depot wirklich verdient hat.

Klappt das Kopieren nicht: auf „Anzeigen“ tippen, Text lange drücken, dann „Alles auswählen“ und „Kopieren“.

Mehr dazu

Liest deinen Transaktions-Export ein und rechnet daraus Bestände, Einstand nach FIFO, realisierte Gewinne und die geldgewichtete Rendite — die einzige Zahl, die auch verkaufte Positionen und den Zeitpunkt deiner Einzahlungen berücksichtigt. Sie fällt oft schlechter aus als die in der Broker-App, und das ist der Punkt.

Der Prompt gibt der KI die Fallen mit, an denen solche Auswertungen scheitern: Split-Zeilen, die keine Stückzahl sind, Bruchstück-Reste als Geisterpositionen, Vorzeichen, die je nach Broker woanders stehen. Und er lässt sie zuerst gegen deine Positionsliste gegenrechnen, bevor eine einzige Grafik entsteht.

Am Ende steht ein Starter zum Doppelklicken — für Mac und Windows, ohne Xcode und ohne Installation. Eine Mac-App ist nur ein Ordner mit fester Struktur; der Prompt nennt auch die drei Dinge, die dabei schiefgehen — und verlangt das Ergebnis als einen Block zum Einfügen statt als drei Dateien zum Abtippen. Nach einem Bild fürs Symbol fragt die KI von selbst.

1 Transaktions-Export beim Broker ziehen — nicht die Positionsliste 2 Prompt in Claude, ChatGPT oder Gemini einfügen 3 Export zeigen, Rechenteil prüfen, dann bauen lassen — samt Starter

Als Textdatei

Der Export ist das Persönlichste, was du hast. Er enthält jeden Kauf, jeden Verkauf und jeden Betrag seit deinem ersten Tag. Schalte in den Einstellungen deines KI-Anbieters die Verwendung deiner Chats zum Modelltraining ab, bevor du ihn zeigst. Und zeig zum Einlesen erst einmal nur die Kopfzeile und zwei, drei Zeilen — für den Aufbau des Rechenteils braucht die KI die Spalten, nicht deine Bestände.

Die Zahlen sind deine, nicht ihre. Der Prompt verlangt ausdrücklich eine Gegenprobe gegen die Positionsliste deines Brokers und einen Abschnitt darüber, was die Zahlen nicht können. Nimm beides ernst — eine Auswertung, die niemand gegengerechnet hat, ist eine Vermutung mit Nachkommastellen.

Anzeigen
Ich will mein Depot selbst auswerten, statt mich auf die Zahlen meines Brokers zu verlassen. Bau mir dafür eine Seite, die einen Transaktions-Export einliest und daraus Bestände, Einstand, realisierte Gewinne und die echte Rendite rechnet. Alles läuft bei mir auf dem Rechner, nichts wird hochgeladen.

Frag mich zuerst aus — einzeln, nicht als Liste:

1. Welchen Broker oder welche App ich benutze, und ob ich einen Export der einzelnen Buchungen bekomme oder nur eine Liste der aktuellen Positionen.
2. Lass dir die ersten Zeilen des Exports zeigen und benenne die Spalten, die du gefunden hast. Rate sie nicht.
3. Seit wann ich investiere und ob Positionen dabei sind, die ich schon wieder verkauft habe.
4. Was ich sehen will: nur die Zahlen, oder auch Verläufe und Verteilungen.
5. Ob ich Kurse aus dem Netz nachladen will oder mit den Kursen aus dem Export arbeite.

Verlang die Buchungen, nicht die Positionsliste. Eine Positionsliste ist eine Momentaufnahme: Bei geschlossenen Positionen stehen Kaufpreis und Erlös dort meist auf null, und daraus lässt sich keine Rendite rechnen. Die Buchungen enthalten jeden Vorgang. Gibt es partout nur Positionen, sag mir deutlich, welche Auswertungen dadurch unmöglich werden.

Bau in zwei Stufen, und zwar in dieser Reihenfolge: erst den Rechenteil, dann die Anzeige. Zeig mir den Rechenteil und lass ihn mich prüfen, bevor du eine einzige Grafik baust. Zahlen, die falsch sind, sehen in einem schönen Diagramm genauso überzeugend aus wie richtige.

TEIL 1 — DER RECHENTEIL

Diese Punkte sind nicht verhandelbar. Jeder davon ist ein Fehler, den man sonst macht:

Sortier die Buchungen nach Datum, bevor du irgendetwas rechnest. Exporte kommen oft in umgekehrter oder gemischter Reihenfolge, und jede Abrechnung nach Reihenfolge hängt daran.

Splits sind kein Bestandszuwachs. In vielen Exporten steht eine Split-Zeile mit einer Anzahl, die das Verhältnis meint und nicht die Stückzahl. Buchst du sie als Zugang, hast du plötzlich Papiere, die es nie gab. Der Test dafür: Wenn eine Split-Zeile auf einer Position steht, die längst verkauft war, kann es kein Zugang sein. Frag mich, wie Splits in meinem Export aussehen, und behandle sie ausdrücklich.

Rechne mit Beträgen, nicht mit Vorzeichen aus dem Export. Manche Broker schreiben Käufe mit negativem Preis, andere mit negativer Anzahl, wieder andere nur im Betrag. Nimm für Stückzahl und Preis den Betrag ohne Vorzeichen und leite die Richtung aus der Art der Buchung ab. Das Vorzeichen des Geldbetrags behältst du — daran hängt die Renditerechnung.

Runde winzige Restbestände weg. Sparpläne mit Bruchstücken hinterlassen in verkauften Positionen Reste von tausendstel Stück. Ohne Schwelle erscheinen sie als Geisterpositionen im Depot. Alles unter einem millionstel Stück gilt als null.

Realisierte Gewinne nach FIFO. Führ je Papier eine Liste der Kauf-Tranchen mit Stückzahl und Preis. Bei einem Verkauf bediene die älteste zuerst. Was übrig bleibt, ergibt gleichzeitig den gewichteten Einstand der offenen Position — rechne ihn nicht getrennt, sonst laufen die beiden Zahlen auseinander.

Die Rendite geldgewichtet, über den internen Zinsfuß. Nimm alle Geldbewegungen mit ihrem Datum, häng den heutigen Depotwert als letzte Zahlung an und such die Verzinsung, bei der die Summe null ergibt. Such sie durch Intervallhalbierung, nicht über das Newton-Verfahren: Bei unregelmäßigen Zahlungsströmen konvergiert Newton unzuverlässig. Prüf vorher, ob überhaupt ein Vorzeichenwechsel vorliegt, und gib sonst ehrlich nichts zurück statt einer erfundenen Zahl.

Sag mir dazu, warum diese Rendite von der einfachen Prozentrechnung abweicht. Sie ist die einzige, die geschlossene Positionen und den Zeitpunkt der Einzahlungen berücksichtigt — und genau deshalb sieht sie oft schlechter aus als die Zahl in der Broker-App.

Trau den Feldern des Exports nicht blind. Region, Branche und Anlageklasse sind erfahrungsgemäß unbrauchbar gepflegt. Wenn ich nach Themen gruppieren will, bau eine eigene Zuordnungstabelle, in der ich jedem Papier von Hand ein Thema gebe. Fehlt ein Papier darin, zeig eine sichtbare Warnung, statt es stillschweigend zu unterschlagen.

Vergleich die Kurse. Weicht der Kurs aus dem Export um mehr als 15 Prozent vom aktuellen Börsenkurs ab, markier die Zeile. Exportkurse sind nachweislich manchmal grob falsch.

TEIL 2 — DIE PROBE

Bevor du weiterbaust: Rekonstruier aus den Buchungen die heutigen Bestände und stell sie meiner Positionsliste gegenüber. Sag mir, wie viele von wie vielen exakt übereinstimmen, und geh jeder Abweichung einzeln nach. Erst wenn ich das gesehen habe, ist der Rechenteil fertig.

TEIL 3 — DIE ANZEIGE

Halt sie schlicht. Kennzahlen oben, darunter Tabelle und Verläufe.

Wenn du eine Wertkurve zeichnest und keine historischen Kurse hast, sag das dazu. Zwischen zwei Transaktionspreisen zu interpolieren ergibt einen richtigen Verlauf, aber falsche Zwischenstände — schreib es an die Grafik, statt es zu verschweigen. Verankere den letzten Punkt am aktuellen Depotwert, damit das Ende stimmt.

Lizenz CC BY 4.0 · Vincent Weber · vwincenzo.com

Wenn ich zwei Strategien vergleiche, nenn mir zuerst die Streuung und dann den Unterschied. Bei üblichen Monatsschwankungen braucht es einen sehr großen Vorsprung, damit ein Ergebnis nach einem Jahr überhaupt belastbar ist. Ein Zwischenstand von ein paar Prozentpunkten sieht nach Ergebnis aus und ist keines. Sag das ausdrücklich, statt einen Sieger auszurufen.

TEIL 4 — WIE ES LÄUFT

Alles bleibt auf meinem Rechner. Die Datei mit meinen Buchungen wird nirgends hochgeladen. Wenn Kurse nachgeladen werden, gehen ausschließlich Börsenkürzel nach draußen, niemals Bestände oder Beträge.

Braucht die Lösung einen kleinen lokalen Server, dann nur auf dem eigenen Rechner erreichbar, nicht im Netzwerk. Nimm einen festen Port, keinen zufälligen: Der Browser hängt seinen Speicher an die Adresse samt Portnummer, ein wechselnder Port bedeutet bei jedem Start einen leeren Zustand.

TEIL 5 — ZUM DOPPELKLICKEN

Ein Befehl im Terminal ist eine Hürde, und eine Auswertung, die ich monatlich aufrufe, darf keine haben. Bau mir einen Starter zum Anklicken, für Mac und für Windows.

Auf dem Mac ist eine App nur ein Ordner mit fester Struktur. Kein Xcode, keine Übersetzung, keine Signatur:

  Name.app/Contents/Info.plist
  Name.app/Contents/MacOS/start          ← ein Shell-Skript
  Name.app/Contents/Resources/icon.icns

Drei Dinge gehen dabei schief, sag sie mir dazu:

Der Finder vererbt den PATH der Kommandozeile nicht. Ein blosses "python3" im Skript greift ins Leere, obwohl derselbe Befehl im Terminal funktioniert — das ist der Fehler, bei dem man am längsten sucht, weil er sich nur beim Doppelklick zeigt. Geh stattdessen eine Liste fester Pfade durch und nimm den ersten, der existiert.

Das Skript muss im Vordergrund laufen. Schickst du den Server in den Hintergrund und lässt das Skript enden, verschwindet das Symbol sofort aus dem Dock und die App gilt als beendet.

Das Skript braucht das Ausführungsrecht, sonst weigert sich der Finder. Nenn mir den Befehl dafür.

Findet das Skript kein Python, zeig einen echten Hinweis in einem Fenster statt still zu scheitern. Ein Doppelklick, bei dem nichts passiert, ist der schlechteste Fehler von allen — man weiß nicht einmal, ob man richtig geklickt hat.

Unter Windows genügt eine Startdatei neben den anderen Dateien: erst ins eigene Verzeichnis wechseln, dann den Windows-Starter "py" bevorzugen und auf "python" zurückfallen. Fehlt beides, eine verständliche Meldung und eine Pause, damit das Fenster nicht sofort zuklappt. Eine solche Startdatei kann kein eigenes Symbol tragen — erklär mir, wie ich über eine Verknüpfung eines vergebe.

Gib mir das Ganze als EINEN Block zum Einfügen, nicht als drei Dateien zum Abtippen: ein Befehl, der die Ordner anlegt, die Dateien schreibt und das Ausführungsrecht setzt. Drei Dateien in zwei Unterordner zu legen ist die Stelle, an der die meisten aufgeben — nicht das Skript selbst.

Achte dabei auf die Anführungszeichen um die Ende-Markierung der Textblöcke. Ohne sie ersetzt die Shell beim Schreiben alles, was nach einer Variablen aussieht, durch ihren gerade gültigen Wert. Herauskommt ein Starter, in dem statt der Pfadberechnung schon ein fester Pfad steht — er funktioniert dann nur auf diesem einen Rechner und nur in diesem Moment, und man sieht dem Ergebnis nicht an, warum.

Frag mich nach einem Bild für das Symbol. Ohne eines startet die App mit dem leeren Standardsymbol, und das sieht aus wie etwas Halbfertiges.

- Sag mir, was du brauchst: ein quadratisches Bild, mindestens 512 Pixel.
- Auf dem Mac rechnest du daraus die Größen, die ein Symbolordner verlangt, und wandelst ihn in die Symboldatei um. Beide Werkzeuge dafür liegen auf jedem Mac, es muss nichts installiert werden.
- Trag den Namen in die Info.plist ein — ohne Dateiendung, das ist dort so üblich.
- Sag mir, was ich tue, wenn das alte Symbol hängen bleibt. macOS merkt sich Symbole und zeigt eine Änderung nicht immer sofort.
- Für Windows brauche ich dasselbe Bild als Symboldatei, und dazu den Weg, wie ich sie einer Verknüpfung zuweise.

Habe ich kein Bild, frag nicht weiter nach: Erzeug ein schlichtes selbst — ein Buchstabe oder ein Zeichen auf einfarbigem Grund. Lieber ein einfaches Symbol als gar keines.

Sag mir zum Schluss, warum dieser Starter nur funktioniert, weil er bei mir auf dem Rechner entsteht: Eine unsignierte App aus dem Netz bekommt vom Browser eine Quarantäne-Markierung und wird blockiert. Dieselbe App, hier erzeugt, trägt die Markierung nicht und startet sofort. Weitergeben lässt sie sich deshalb nicht — wer sie auch will, nimmt diesen Prompt.

Wenn du fertig bist, gib mir:

## Der Rechenteil
## Die Probe gegen meine Positionsliste
## Die Anzeige
## Der Starter zum Doppelklicken
## Was die Zahlen NICHT können

Der letzte Abschnitt ist Pflicht. Schreib hinein, welche Kennzahl auf einer Schätzung beruht, wo interpoliert wird, und was ich nicht aus diesen Zahlen ableiten sollte.

Zum Schluss: Sag mir in drei Sätzen, welche Eigenheit meines Exports dir am ehesten noch Ärger machen wird.

Keine Anlageberatung. Die Prompts erzeugen Auswertungen, keine Empfehlungen. Sie stellen keine Anlageberatung oder Anlagevermittlung im Sinne des KWG oder WpIG dar und sind keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Entscheidungen und Risiko liegen bei dir.

03 Fitness

Training und Ernährung

Körpergewicht gezielt steuern, Trainingsdaten lesbar machen, Belastung nach einer Verletzung planen.

Fitness 01

Zunehmen oder abnehmen

Claude · ChatGPT · Gemini Strava und Apple Health optional

Rechnet deinen Bedarf aus und baut den Plan aus dem, was du ohnehin isst.

Klappt das Kopieren nicht: auf „Anzeigen“ tippen, Text lange drücken, dann „Alles auswählen“ und „Kopieren“.

Mehr dazu

Rechnet deinen Bedarf aus und baut den Plan aus dem, was du ohnehin isst — nicht aus einer Musterwoche. Sind Strava oder Apple Health verbunden, holt sich die KI Training, Schritte und Gewichtsverlauf selbst und fragt nur noch nach, was dort nicht steht. Am Ende bekommst du deine eigenen Gerichte als Tabelle mit Nährwerten — damit du siehst, was was liefert, und Lücken selbst stopfen kannst. Funktioniert in beide Richtungen: aufbauen, ohne dass es Fett wird, oder abnehmen, ohne Muskeln zu verlieren.

1 Strava oder Apple Health verbinden, falls du sie nutzt 2 Prompt in Claude, ChatGPT oder Gemini einfügen 3 Richtung wählen und Fragen beantworten

Als Textdatei

Bevor du das ausfüllst. Gewicht, Essverhalten und gescheiterte Versuche sind Gesundheitsdaten. Schalte in den Einstellungen deines KI-Anbieters die Verwendung deiner Chats zum Modelltraining ab. Und wenn du eine Vorerkrankung hast, Medikamente nimmst oder dein Essverhalten dich belastet, gehört das zu einer Ärztin oder einem Arzt — nicht in einen Chat.

Verbundene Dienste sind der Grund, warum es funktioniert — und der Grund, es bewusst zu tun. Wer Strava oder Apple Health anbindet, gibt der KI seinen Trainings- und Gesundheitsverlauf. Dafür wird der Plan konkret statt allgemein. Ohne Verbindung läuft der Prompt trotzdem, er fragt dann eben nach.

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Ich will mein Körpergewicht gezielt verändern und brauche einen Plan, der zu dem passt, was ich tatsächlich esse und wie ich tatsächlich trainiere — keinen Musterplan aus dem Internet.

Frag mich zuerst, in welche Richtung es gehen soll: zunehmen, und zwar möglichst als Muskeln, oder abnehmen, ohne dabei Muskeln zu verlieren. Danach richtet sich alles Weitere.

Dann hol dir die Daten, die du nicht erfragen musst. Prüfe, welche meiner Fitness-Dienste angebunden sind — Strava, Apple Health, und was sonst verbunden ist — und zieh dir daraus:
- aus Strava: was ich trainiere, wie oft, wie lange, und was eine Einheit ungefähr verbrennt
- aus Apple Health bzw. der Uhr: Schritte, Aktivitätskalorien, Gewichtsverlauf, Schlaf, Ruhepuls

Was die Daten beantworten, fragst du nicht mehr — du bestätigst es nur: „Strava sagt drei Läufe pro Woche, stimmt das noch?“ Was fehlt oder veraltet aussieht, fragst du nach. Wenn kein Dienst verbunden ist, sag das kurz und frag stattdessen.

Dann stell mir die Fragen, die übrig bleiben — einzeln, nicht als Liste, höchstens zehn:
- Größe, Gewicht, Alter, Geschlecht — soweit nicht schon in den Daten
- Wie ich mich im Alltag bewege, unabhängig vom Sport
- Was ich trainiere, wie oft, seit wann — soweit Strava das nicht schon zeigt
- Was ich an einem normalen Tag esse, konkret und mit Uhrzeiten
- Welche Gerichte ich gerne esse — die, die ich regelmäßig koche oder bestelle
- Was ich nicht esse: Unverträglichkeiten, Abneigungen, wie viel ich selbst koche
- Wo ich vorher schon gescheitert bin, und woran

Wenn ich vage antworte, hak nach. „Ich esse gesund“ hilft dir nicht, „morgens nichts, mittags Kantine, abends was mit Reis“ schon.

Lizenz CC BY 4.0 · Vincent Weber · vwincenzo.com

Dann rechne:

1. Meinen Grundumsatz, mit einer benannten Formel — schreib dazu, welche du benutzt hast.
2. Meinen Gesamtumsatz mit Alltag und Training. Nimm dafür die echten Zahlen aus Schritten und Trainingseinheiten, nicht nur einen pauschalen Aktivitätsfaktor — und behandle auch Uhr-Kalorien als Schätzung, nicht als Wahrheit.
3. Mein Tagesziel, je nach Richtung:
   - Zunehmen: 300 bis 500 kcal über dem Gesamtumsatz. Mehr geht schneller, landet aber überwiegend als Fett. Realistisch sind 0,25 bis 0,5 Prozent meines Körpergewichts pro Woche.
   - Abnehmen: höchstens 500 kcal darunter, eher weniger. Größere Defizite kosten Muskeln und halten selten länger als drei Wochen durch.
4. Protein: 1,6 bis 2,2 Gramm pro Kilo Körpergewicht. Beim Abnehmen ans obere Ende — das ist der Unterschied zwischen weniger wiegen und besser aussehen.

Und jetzt der eigentliche Teil: Bau den Plan aus dem, was ich schon esse. Nimm meinen normalen Tag und zeig mir, was daran geändert werden muss. Nicht „iss 160 g Protein“, sondern welche konkrete Portion wie viel liefert, mit Grammangaben.

Mach mir außerdem eine Liste aus den Gerichten, die ich dir genannt habe — 10 bis 20 Stück, jeweils mit einer normalen Portion und dem, was sie liefert: Kalorien, Protein, Kohlenhydrate, Fett, Ballaststoffe. Die Liste soll mir zeigen, was was liefert, damit ich Lücken selbst stopfen kann: Fehlen mir Fette, weiß ich, dass Avocado sie bringt. Fehlen Ballaststoffe, sind es Bohnen oder Linsen. Ein Ziel, das ich nicht in Lebensmitteln vor mir sehe, erreiche ich nicht.

Schreib das Ergebnis so:

## Richtung und Ziel
## Meine Zahlen
## Mein Tag, angepasst
## Meine Gerichte und was sie liefern
## Drei Mahlzeiten zum Nachbauen
## Woran es scheitern wird
## Wie ich nachsteuere

Der letzte Abschnitt ist der wichtigste. Alles, was du gerechnet hast, ist eine Schätzung — mein echter Umsatz kann 300 kcal danebenliegen. Sag mir deshalb: was ich wie lange messe, ab wann ich die Zahl anfasse, und um wie viel. Wenn Apple Health meinen Gewichtsverlauf hat, nimm den als Ausgangspunkt statt eines einzelnen Wiegewerts. Die Formel ist die Vermutung, die Waage über drei Wochen ist die Antwort.

Zum Schluss: Sag mir in drei Sätzen, was du an meiner Situation nicht beurteilen kannst.

Kein medizinischer Rat. Die Prompts ersetzen keine ärztliche oder sportmedizinische Beratung, stellen keine Diagnosen und sind nicht für die Beurteilung von Beschwerden geeignet. Bei Schmerzen oder anhaltender Erschöpfung: zur Ärztin oder zum Arzt.

04 Kontakt

Schreib mir

Fehlt dir ein Prompt, funktioniert einer nicht wie beschrieben, oder hast du eine Idee, was hier als Nächstes stehen sollte? Schreib es hier rein. Ich antworte in der Regel innerhalb weniger Tage.